Freie Wählergruppe Kobern-Gondorf-Dreckenach e.V.

 

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Nicht immer nur Ortspolitik, sondern auch mal Freizeitaktivität, dafür trafen sich die Mitglieder der FWG am am Schloss Liebig zum Start des geführten Ortsrundgangs. Am Schloss wurden wir herzlichst von Frau Ute Lellmann empfangen, die uns einiges Historisches, viel Interessantes und auch Lustiges  über Schlösser, Burgen, Personen, und Geschichten aus dem Ortsteil Gondorf zu erzählen hatte. Frau Lellmann hat uns in netter Art die feine höhere Gesellschaft in Gondorf derer „von Liebig“ und „von der Leyen“ vorgestellt.

FWG macht Ortsrundgang

Neben dem Schloss Liebig und Schloss von der Leyen erfuhren wir, dass Gondorf in früherer Zeit eine Einkaufsmeile in der Hauptstrasse hatte. Dort waren über 20 Geschäfte, Handwerksbetriebe und Gaststätten angesiedelt und das zu Zeiten, als es die B416 noch nicht gab und somit das Wasserschloss von der Leyen noch nicht durch selbige untertunnelt war. Auch dass das Wasserschloss und das Schloss von der Leyen ursprünglich ein zusammenhängender großer Gebäudekomplex war und erst durch den Bau der Moselbahn im späten 19. Jahrhundert abgetrennt wurde, verursachte beim ein oder anderen Nicht-Gondorfer ein „Kopfschütteln“.

Hätten die Denkmalbehörden bereits damals die Einflussnahme wie heute gehabt, hieße die Bahnstrecke heute wohl eher „Eifel- oder Hunsrückbahn“. Spannen wir die Brücke von früher zu heute, so sieht man die Archäologen aktuell am neuen geplanten Standort des Einkaufmarktes an der Brücke nach erheblichem Zeitverzug „buddeln und schürfen“. Damals, wäre ein solches Bauvorhaben sicher anders gelaufen – aber „früher“ heißt auch nicht immer  „besser“ nur „anders“.

Wir erfuhren auch, dass der Spitzname der Gondorfer „Stehkragen“, positiv besetzt ist. Nämlich kommt der Name vom Adels- und Beamtengeschlecht der Familie von der Leyen. Wenn die hohen Beamten in Gondorf weilten und ihre Amtsgeschäfte vom Familiensitz aus ausübten, so taten sie dies in der damals üblichen Mode, „der Herr trägt Stehkragen“, und die Kunde ging im Ort dann schnell herum, die „Stehkragen“ sind wieder in Amt und Würden da. Man war stolz auf die großen und reichen Gondorfer Familien.

Den Abschluss des tollen Rundgangs bildete die Einkehr ins Winzerhaus mit Wein- und Heimatmuseum. Hier hat der  Heimatverein Gondorf mit 1400 geleisteten Arbeitsstunden den Teil des Schloss von der Leyen vor dem Verfall gerettet hat und gleichzeitig ein Weinmuseum geschaffen hat, was gleichermaßen für Bürger und Gäste immer wieder einen Besuch wert ist. Der Vorsitzende des Heimatverein Gondorf, Herr Fred Weidung und Herr Reinhold Lellmann führten uns dann durch das Gebäude.  In den neu gestalteten Räumen findet sich u. a. eine antike Schusterwerkstatt, ein antikes Wohnzimmer und ein Friseurladen, in dem man das Gefühl hat, gleich kommt „Kaspers Pitter“ rein. In weiteren Räumen sind alte Nähmaschinen, Musikinstrumente und vieles, vieles mehr,  was noch Sortierarbeit und Aufwand bedeutet, um es ausstellen zu können. Denn immer mal wieder werden neue „alte“ Sachen abgegeben und überlassen. Vielen Dank an den Heimatverein Gondorf für die schönen und informativen Einblicke.

Im Anschluss an den Rundgang stellte Winzer Martin Dötsch Weine aus den verschiedenen Weingütern und deren Steillagen von Kobern-Gondorf vor. Die Weine sind alle im Weinmuseum zu den Preisen „wie beim Winzer“ zu erwerben. Martin erzählte nicht nur vom Wein, den Böden, den Trockenmauern, den Besonderheiten der Lagen – also dem „Terroir“, auch von Flaschenverschlüssen und welches Fassmaterial, denn nun der Weisheit letzter Schluss sei. Es wurde dann noch etwas später und man trennte sich mit der Erkenntnis, dass es ein sehr schöner Abend war, der in ähnlicher Form eine Wiederholung erfahren sollte.

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